Salz aus Lüneburg, Tuche aus Flandern, Balken aus den Forsten kamen über hofseitige Durchgänge schneller zu Waagen und Werkbänken. Markierungen an Pfosten zeigten Trägern Ruheplätze an, damit Staus vermieden wurden und der Meister die Reihenfolge der Entladung überwachen konnte.
In Lübeck folgten viele Hofgänge geraden Linien zur Trave, damit schwere Rollen nicht mehrfach gewendet werden mussten. Kaufleute zahlten Anwohnern kleine Abgaben für das Durchleitungsrecht, wofür diese wiederum Beleuchtung, Pflasterpflege und die tägliche Beseitigung von Spänen und Stroh zusicherten.
Vor Tagesanbruch klapperten Hufnägel, schnarrten Winden, murmelten Betende an Hofkapellen. Ein Lehrjunge erinnert sich, wie er den warmen Brotduft aus der Backstube roch, während nebenan die Schmiede Funken sprühte und der Werkmeister flink durch den Seitengang Anweisungen verteilte.
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